Von Festen und Erinnerungsorten

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Vorweihnachtliche Feier der Frühförderung am 09.12.2013

So war das...  Im Pfarrsaal von St. Peter und Paul fand die diesjährige vorweihnachtliche Feier der
Frühförderkinder mit Geschwistern, Eltern und Großeltern statt.

Renate und Wolfgang Siegert gestalteten, wie auch in den letzten Jahren, diese traditionelle Feier. Herr Siegert am Klavier und Frau Renate durch Sang und Spiel mit den Kleinen, die mit großer Freude und Begeisterung mitmachten.
Zu diesem Anlass stellte sich auch, der jüngst zum stellv. Vorsitzenden der Kreisvereinigung gewählte Herr Stephan Brune, den Eltern und Kindern vor.

Eine soziale Dimension

Wenn man einige Eltern und ehrenamtliche Mitstreiter, die seit Jahren dabei sind, einmal fragt, welche Bedeutung solche Veranstaltungen für sie haben, entsteht der greifbare Eindruck, dass diese vorweihnachtliche Feier der Frühförderung durchaus zur institutionellen Wahrnehmung der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Kreisvereinigung Mettmann e.V. beiträgt und dabei jegliche Formen bewusst gestalteter oder ungeplant entstandener, stabiler, dauerhafter Muster menschlicher Beziehungen fördert. Es entstehen Strukturen, auf die betroffene Familien nicht mehr verzichten wollen.

Beim Interview offenbart sich einen der Eindruck eines tiefen sozialen Netzwerkes und eines bunten kulturellen Miteinanders.

So liegt für Christina und Martin Horsten der Kern ihrer Antwort auf die Frage nach der Bedeutung eines solchen Festes, eindeutig bei der Pflege der entstandenen sozialen Kontakte. Denn Tochter Laura, die in der Zwischenzeit die Lebenshilfe Frühförderung verlassen hat und  einen integrativen Kindergarten besucht, bekam eigentlich immer Einzeltermine bei den Kollegen aus dem Haus an der Werdener Straße. Daher werden die Feste der Frühförderung genutzt, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Fragt man Wolfgang Siegert, dem Mann am Klavier, nach der Bedeutung und den Anfängen seines musikalischen Ehrenamts, so erzählt er ohne Umschweife, dass er einst angesprochen wurde, ob er dies  mit seiner Frau Renate machen wolle. Sie wollten und es machte ihnen Spaß, bis heute. Ihrem christlichen Impetus folgte die soziale Umsetzung, einer von mannigfaltigen Gründen ehrenamtlich engagiert zu sein. Ohne den Einsatz der vielen Freiwilligen ginge nicht viel in den Vereinen im Lande.

Frau Grunau`s Interview

Treffend und zusammenfassend bringt Anke Grunau, in unserem gestern in Ratingen geführten Interview, die Sache auf den Punkt.

Anke Grunau: „Das ist wie ein kleines Familientreffen das wir hier haben, da die Frühförderung ja sehr früh in das Leben einer Familie eintritt, genau dann wenn es am allerschlimmsten und ärgsten ist - in den Bereich der privatesten Dinge reingeht - das verbindet sehr. Wenn man dann so oft in der Woche, über die Jahre zusammensteckt, entsteht eine solche Verbundenheit.“

Frau Grunau auf die Frage nach den sozialen Einflüssen auf ihre Kinder:
"Die  Kinder lieben die Birgit  (Frau Birgit Cordes-Lacerenza, Leiterin der Frühfördeung), das war ihre Frühförderung Betreuerin, die hat soviel Zeit mit ihnen verbracht, das war mit eine der engsten Personen die sie hatten, zu dem Zeitpunkt. Fast 4 Jahre lang.

Feste als Erinnerungsorte

Auch bestätigte mir Anke Grunau, das die Kinder im Bereich der emotionalen und sozio-kulturellen Entwicklung eine Erinnerungskultur erfahren, die ihnen hilft sich emotional zu festigen und sich lebensweltlich zu verorten. Das gestrige vorweihnachtliche Frühförderfest in der Pfarre St.Peter und Paul dient also neben der Bestätigung sozialer Netzwerke, auch als ein persönlicher Erinnerungsort  innerhalb der Kindheit, der soziale und kulturelle Zugehörigkeiten fördert.

 

Wir wünschen allen Förderern und Freunden der Lebenshilfe Kreisvereinigung Mettmann e.V. beschauliche Feiertage.

 

(text + interview henning bornmann)

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