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Pilgern schafft Gemeinschaft

am . Veröffentlicht in Aktuelles

Am vergangenen Samstag pilgerte eine Gruppe bestehend aus Lebenshilfe e.V. Kreisvereinigung Mettmann und Ratinger Pfarrei St. Peter und Paul zum zweiten Mal gemeinsamen auf dem Jakobsweg. Die Strecke führte rund zwei Stunden um Ratingen-Homberg.


Gemeindemitglieder und Lebenshilfe auf der Dorfstraße in Homberg.
Foto © Lebenshilfe

Unter dem Motto „WEGE ENTDECKEN – GEMEINSAM Pilgern auf dem Jakobsweg“ kamen diesmal über 50 Teilnehmer zur gemeinsamen Pilgerveranstaltung von Lebenshilfe und Ratinger Pfarrei St. Peter und Paul zusammen. Wie schon bei der Premiere erklärte Gemeindereferent Ralf Gassen zu Beginn im Gottesdienst in der Kirche St. Jacobus, „dass Pilgern nicht nur schönes Wandern ist, sondern, dass es auch anstrengende Abschnitte zu bewältigen gilt – wie im wahren Leben.“ Mit diesem Gedanken und einem gemeinsamen Erkennungszeichen – einer Jakobsmuschel um den Hals, dem Symbol des Jakobswegs – machte sich die Gruppe auf den Weg. Die Muschelketten hatte der Homberger Heribert Hennemann, Mitglied der Pilgerbrüderschaft, extra für die Veranstaltung gebastelt. „Die Muschel ist toll, aber auch das Laufen“, freute sich Karina Kräbber, die im Ratinger Wohnheim der Lebenshilfe wohnt.


Der Weg führte durch Felder und Wiesen, im Hintergrund der Kirchturm von St. Jacobus der Ältere.
Foto © Lebenshilfe

Der Weg führte zunächst durch Felder und Wiesen ein langes Stück bergauf. Als Beweis dafür, dass es beim Pilgern auch weniger schöne Passagen gibt, schauerte es dort einmal, hörte zum Glück doch schnell wieder auf. Dafür wurde die Gruppe auf der Bergkuppe angekommen mit einem tollen Panoramablick über Homberg mit seinen zwei Kirchtürmen belohnt. Für Abwechslung unterwegs sorgten einerseits Achtsamkeitsübungen: „Schauen Sie mal alle ganz bewusst den Himmel an und danach den Boden“, fordert Ralf Gassen die Gruppe zum Beispiel auf. Aber auch gemeinsames Singen und eine Getränke- und Snackstation teilten den Weg in verschiedene Abschnitte ein. Außerdem gab es unterwegs viel Raum und Zeit sich besser kennenzulernen – ins Gespräch zu kommen war ein Leichtes. Beim Rollstuhlschieben wechselte man sich ab und half sich so gegenseitig, den Weg zu bewältigen. „Das Pilgern finde ich eine gute Idee. Ich wandere eh gern und in dieser Kombination ist es mal etwas Neues“, erzählte Gemeindemitglied Georg Ruster.


Gemeinsame Achtsamkeitsübungen.
Foto © Lebenshilfe

Nach dem Abschlussgottesdienst, bei dem jeder Teilnehmer einen Pilgerstempel in sein Pilgerheft erhielt, kam die Gruppe im Gemeindesaal noch bei Kuchen, Suppe, Getränken und weiteren musikalischen Darbietungen von Gemeindemitgliedern zusammen. Meinhard Trennhaus sang ein traditionelles Pilgerlied und wurde dabei von Peter Peiffer auf dem deutschen Dudelsack begleitet – die beiden ernteten großen Beifall.