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Begleitung von Menschen mit Autismus

am . Veröffentlicht in Aktuelles

Seit knapp einem Jahr hat die Lebenshilfe Kreisvereinigung Mettmann ihr Angebot für Menschen mit Autismus-Spektrums-Störung (ASS) erweitert. Dieses umfasst die Beratung, Betreuung, Begleitung und Assistenz im Ambulant Betreuten Wohnen wie auch die autismusspezifische Einzelförderung und Therapie für Jugendliche und heranwachsende Menschen mit ASS ab 14 Jahren.


Uli Gaßmann und Margitta Szallies
Foto © Lebenshilfe

Margitta Szallies leitet das Ambulant Betreute Wohnen für Menschen mit Autismus bei der Lebenshilfe. „Unsere Aufgabe besteht darin, autistische Menschen im Kreis Mettmann bei der Bewältigung ihres Alltags zu unterstützen und Ihnen Hilfen zu vermitteln, die ihnen ein Leben mitten in der Gesellschaft ermöglichen.“ Wichtig seien gut strukturierte und vorhersehbare Abläufe. „Wir erklären unseren Klienten u. a. soziale Verhaltensweisen und üben mit ihnen, die erlernten Fähigkeiten auf neue Situationen zu übertragen.“

Das Angebot richtet sich auch an Menschen die sowohl autistisch sind als auch eine geistige Beeinträchtigung haben. Ob die Klienten noch in der Familie oder in einer eigenen Wohnform leben, spielt dabei keine Rolle. „Zu unserer Aufgabe gehört auch, das Umfeld zu sensibilisieren und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Autismus hat viele Facetten und ein sehr großes Spektrum an Symptomen und Ausprägungen“, berichtet Szallies.

Der noch junge Bereich der Lebenshilfe ergänzt die bestehenden Hilfen im Kreis Mettmann und möchte insbesondere für erwachsene Menschen mit Autismus eine regionale Angebotslücke schließen. „Durch unser Netzwerk von Hilfen können wir bereits ab dem ersten Gespräch unterstützen“, verspricht Ulrich Gaßmann, pädagogischer Geschäftsführer der Lebenshilfe Kreisvereinigung Mettmann.

Die Kosten für die Betreuung werden durch die Eingliederungshilfe des zuständigen Kostenträgers übernommen, in der Regel vom Landschaftsverband Rheinland oder dem Jugendamt. Zu diesem Thema berät die Lebenshilfe gern und unterstützt auch bei der Antragstellung.

Die Nachfrage zum relativ neuen Angebot der Lebenshilfe ist so groß, dass die Lebenshilfe dringend auf der Suche nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für diesen Bereich ist. Insbesondere werden Fachkräfte benötigt, die mindestens zwei Jahre Erfahrung in der Arbeit mit autistischen Erwachsenen haben. Die Stellenausschreibung ist unter folgendem Link zu finden: www.lebenshilfe-mettmann.de/stellenangebote

Hintergrund Autismus-Spektrums-Störung

Eine Autismus-Spektums-Störung (ASS) umfasst die verbreitetsten Autismusformen: Frühkindlicher (Kanner) Autismus, Atypischer Autismus und das Asperger Syndrom. Grundsätzlich kann man bei ASS von einer gestörten Wahrnehmungsverarbeitung sprechen, die sich zum Beispiel in einem reduzierten Verständnis sozialer Situationen zeigt. Die Diagnose wird häufig schon im Kindesalter gestellt. Allerdings werden viele Eltern damit allein gelassen. Es gibt auch immer noch Menschen, die erst im Erwachsenenalter erfahren, dass ihre Barrieren und Schwierigkeiten in einer ASS begründet liegen. In den letzten Jahren hat sich die Situation sehr verändert, die Diagnosemöglichkeiten haben sich verbessert und das Bewusstsein ist gestiegen.

Kontakt:
Lebenshilfe Kreisvereinigung Mettmann
Ambulant Betreutes Wohnen für Menschen mit Autismus
Leiterin Margitta Szallies
Grütstr. 10, 40878 Ratingen
Telefon: 02102 / 55192-54
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