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Abschied von Johannes Ehlen

am . Veröffentlicht in Aktuelles

Im Juni verstarb der langjährige, engagierte Weggefährte und Mitgestalter der Lebenshilfe Kreisvereinigung Mettmann im Alter von 90 Jahren.


Johannes Ehlen 2017
Foto: Rochus Ehlen

„Ich habe Herrn Ehlen stets als sehr ruhigen und besonnenen Mitstreiter im Vorstand erlebt“, erinnert sich Nicole Dünchheim, Vorsitzende des Lebenshilfe-Vorstands. Johannes Ehlen engagierte sich von 1976 bis 2005 ehrenamtlich für die Lebenshilfe. Der Velberter wurde 1987 in den Vorstand und 2001 zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Mit seiner fürsorglichen und respektvollen Art war Johannes Ehlen nicht nur bei den Bewohnerinnen und Bewohnern beliebt und geschätzt.

In seinen Vorstandsjahren war bei der Lebenshilfe viel im Umbruch: in Langenfeld, Heiligenhaus, Wülfrath und Ratingen wurden Außenwohngruppen und Wohnheime eröffnet. Einen besonderen Bezug hat Ehlen allerdings immer zur Wohnstätte in Velbert behalten, bei deren Entstehung er schon beteiligt war. Auch nach seiner aktiven ehrenamtlichen Zeit blieb er der Lebenshilfe eng verbunden.

Er wird denen, die ihn kannten, als weiser und warmherziger Mann in Erinnerung bleiben. Der sechsfache Vater erhielt 2007 für sein Engagement für die Integration von Menschen mit Behinderung die Bundesverdienstmedaille. Landrat Thomas Hendele verlieh sie ihm in Vertretung für den damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler.

Der gelernte Tischler lebte mit seiner Familie einige Zeit in Chile. Nach der Rückkehr arbeitete er in Deutschland als Berufsberater und setzte sich dafür ein, dass junge Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz finden, der ihren Fähigkeiten entspricht. Immer wieder bestärkte Johannes Ehlen betroffene Familien, sich für die Bildung ihrer behinderten Kinder einzusetzen, damit diese am öffentlichen Leben teilnehmen können. Er sprach aus persönlicher Erfahrung: Sein zweitjüngstes Kind, Tochter Waltraud, hat das Down-Syndrom. In Kürze wird sie in das Haus ziehen, das ihrem Vater so viel bedeutet hat – in die Wohnstätte am Wordenbecker Weg in Velbert.