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Auszubildende der Sparkasse Langenfeld halfen im Wohnheim

am . Veröffentlicht in Aktuelles

Am sogenannten "Sozialtag" gärtnerten sechs Azubis der Stadtsparkasse Langenfeld gemeinsam mit Bewohnern des Langenfelder Lebenshilfe-Wohnheims. Diesen Tag gibt es seit 2011 immer zum Ausbildungsbeginn, auch um die sozialen Kompetenzen der Azubis zu stärken.


Laura Wischmeier, Nina Szauer, Anita Frescher, Marion Maxfield, Daniela Bogan, Johanna Küpper, Luciano Uguccioni und Jonas Terbrüggen (v.l.)
Fotos © Jürgen Steinbrücker


„So gepflegt um unser Haus herum wie heute sah es schon länger nicht mehr aus“, lobte Marion Maxfield, Leiterin des Wohnverbundes Langenfeld-Monheim, die neuen Auszubildenden der Stadtsparkasse Langenfeld. An dem vor neun Jahren eingeführten „Sozialtag“ zu Beginn der Ausbildung nahmen die sechs Azubis Anita Frescher, Johanna Küpper, Nina Szauer, Jonas Terbrüggen, Luciano Uguccioni und Laura Wischmeier teil, begleitet von Daniela Bogan, seit zwei Jahren im Personalbereich zuständig für die Auszubildenden. „Ich hatte vorgeschlagen, dass sich die jeweils neuen Azubis erst mal untereinander kennenlernen und auch ihre künftige Ausbildungsstätte, deshalb kommen sie nicht direkt in den ersten Tagen“, so Bogan.

Bei einem Frühstück gab es eine kurze Einleitung von Marion Maxfield über die Lebenshilfe. „Wie ist die Lebenshilfe entstanden, wie leben die Bewohner, ihre Selbständigkeit, die Betreuung der Bewohner, ihr intensiver Ausdruck von Freude, Traurigkeit, Dankbarkeit und Sensibilität – es gab viele Fragen und Antworten. Auch Daniela Bogan erzählte aus ihrer Sicht von der Sparkassen-Ausbildung und der Zukunft in Langenfeld, so z.B. von einer „Digitalen Filiale“ und dem Vorteil der Eigenständigkeit.


Nina Szauer und Laura Wischmeier (v.l.) rücken dem Unkraut zuleibe

Wegen des schönen Wetters ging es dann für alle auf den Platz vor das Haus zur Gartenarbeit. Alle verfügbaren Gartengeräte wurden herbeigeholt: Schaufel, Rechen, Besen, Fugenkratzer, dazu Arbeitshandschuhe, um Blasen an den Händen zu vermeiden und das Unkraut besser greifen zu können. Die Bewohner sahen zum Teil zu, einige halfen kräftig mit wie Christoph Block, Heiko Eilers, Jörg Jakobs und Stefan Bäz. Betreuerin Nina Weidig kümmerte sich um sie, Heiko durfte vom Rollstuhl aus einen Besen schieben. „Ich habe mir extra Urlaub genommen, um zu helfen, die Arbeit macht mir Spaß“, sagte Christoph.

Hauswirtschaftsleiterin Barbara Grau hatte mit ihrem Team nicht nur das Frühstück und Getränke bei der Arbeit vorbereitet, sondern auch ein schmackhaftes Mittagessen mit gegrilltem Fleisch und Würstchen, Kartoffel-, Nudel- und Tomatensalat. Danach wurden die Restarbeiten erledigt, und das Arbeiten selbst machte viel Spaß in einer lockeren Atmosphäre.

Durchweg positiv empfanden dann auch alle Azubis diesen Tag. Laura hatte erwartet, es wäre etwas Ernstes an diesem Tag und war dann überrascht, dass gegrillt wurde. „Das Ergebnis dieses Tages war sehr schön.“ Anita meinte: „Ich habe einen geistig behinderten Bruder und heute viele verschiedene Menschen kennengelernt, sie sind herzlich und ich konnte offen auf sie zugehen.“ Wissbegierig kam Luciano hierher und sah seine Erwartungen erfüllt. „Ich habe mit einigen gesprochen, wie das Leben hier so ist, es war sehr interessant.“ Johannas Onkel ist geistig behindert, sie kennt sich aus. „Ich fand es hier sehr schön und wusste, dass die Bewohner sehr herzlich sind.“ Nina war etwas aufgeregt, weil sie nicht wusste, was sie erwartete. „Es sind ganz normale Menschen, und ich finde es schön, dass eine große Gruppe beim Karneval dabei ist.“ Auch Jonas wollte einen Einblick gewinnen. „Ich finde es schön, wie die Menschen hier leben. Alle sind super nett und kommen herzlich auf einen zu.“

Nach einer Hausführung durch die Pflege- und Wohnbereiche und den Tages-Aufenthaltsraum für die Betreuung der Seniorengruppe klang der „Sozialtag“ mit einem Abschiedsfoto aus. Marion Maxfield zeigte sich begeistert. „Ich fand es sehr schön, dass uns junge unbeschwerte Menschen besucht haben, die Gruppe war sehr interessant und homogen und hat super und schnell gearbeitet. „Auf ein Wiedersehen am 28. September beim Sommerfest.“